Wärmepumpen Vergleich 2026 GREENOX

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Wärmepumpen Vergleich 2026: Typen, JAZ, Kosten, Förderung

Inhalt

Im Wärmepumpen Vergleich geht es am Ende um eine einzige Frage: Welche Wärmequelle passt zu Ihrem Grundstück und Ihrem Gebäude? Luft ist überall verfügbar und am günstigsten zu erschließen. Erdreich und Grundwasser liefern deutlich konstantere Temperaturen und damit höhere Effizienz, verlangen dafür aber Platz, Genehmigungen und ein größeres Budget.

Wir stellen Ihnen die vier Typen mit realistischen Jahresarbeitszahlen und aktuellen Marktpreisen gegenüber. Und wir sagen deutlich, was sich am 21. Juli 2026 bei der Förderung geändert hat – denn drei der bekanntesten Bonusregeln gelten so nicht mehr, und der Effizienzbonus für natürliche Kältemittel ist ganz entfallen.

Clever Kompakt
Das Wichtigste im Überblick
  • Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist für die meisten Einfamilienhäuser die praktikabelste Lösung – ohne Bohrung, mit einer Jahresarbeitszahl von etwa 3,0 bis 4,5.
  • Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen erreichen 4,0 bis 5,5 und mehr, benötigen aber Bohrung oder Brunnen samt Genehmigung.
  • Ein Luft-Wasser-Komplettpaket inklusive Einbau kostet 2026 rund 27.000 bis 40.000 Euro, im Schnitt etwa 32.000 Euro. Erdwärme liegt bei 40.000 bis 60.000 Euro.
  • Die KfW fördert seit dem 21. Juli 2026 einkommensabhängig bis zu 80 Prozent – maximal 22.400 Euro bei 28.000 Euro förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit.
  • Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt nur noch 16 Prozent und sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte auf null.
  • Entscheidend für die Effizienz ist nicht der Typ allein, sondern die Vorlauftemperatur Ihres Heizsystems. Jedes Grad weniger senkt den Stromverbrauch um etwa 2,5 Prozent.

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3,0–5,5
JAZ je nach Wärmepumpentyp
ab 27.000 €
Luft-Wasser komplett inkl. Einbau
bis 80 %
KfW-Zuschuss, einkommensabhängig
22.400 €
Maximaler Zuschuss erste Wohneinheit

Die vier Wärmepumpen-Typen im Vergleich

Alle Wärmepumpen arbeiten nach demselben Prinzip: Sie entziehen der Umgebung Wärme auf niedrigem Temperaturniveau und heben diese mit Strom auf ein nutzbares Niveau an. Unterschieden werden sie danach, woher sie die Wärme holen und wohin sie sie abgeben.

Luft-Wasser-Wärmepumpe: der Allrounder

Sie nutzt die Außenluft als Wärmequelle und gibt die Wärme an das Wasser Ihres Heizkreislaufs ab. Weil keine Erschließung nötig ist, lässt sie sich fast überall installieren – häufig innerhalb von einem bis zwei Tagen. Die Jahresarbeitszahl (JAZ), also das Verhältnis von abgegebener Wärme zu eingesetztem Strom über ein ganzes Jahr, liegt realistisch bei 3,0 bis 4,5.

Ihr Nachteil liegt in der Physik: Genau dann, wenn Sie am meisten Wärme brauchen, ist die Außenluft am kältesten. Dadurch sinkt die Effizienz an sehr kalten Tagen. Zudem erzeugt das Außengerät Geräusche, typischerweise im Bereich von 45 bis 55 dB(A) – hier sollten Sie die Abstände zur Nachbargrenze früh prüfen.

Sole-Wasser-Wärmepumpe: maximale Effizienz aus dem Erdreich

Diese Variante entzieht dem Erdreich Wärme, entweder über Flächenkollektoren nahe der Oberfläche oder über eine Tiefenbohrung. Weil das Erdreich das ganze Jahr über nahezu konstante Temperaturen aufweist, erreicht sie JAZ-Werte von etwa 4,0 bis 5,5 und arbeitet im Winter deutlich stabiler als eine Luftwärmepumpe.

Der Preis dafür sind Aufwand und Auflagen. Eine Tiefenbohrung braucht eine Genehmigung, Flächenkollektoren brauchen etwa das Eineinhalb- bis Zweifache der zu heizenden Wohnfläche an freier Gartenfläche. In Wasserschutzgebieten scheidet die Bohrung oft vollständig aus.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe: höchste Werte, engste Voraussetzungen

Grundwasser hat über das Jahr die konstantesten Temperaturen von allen Quellen, weshalb dieser Typ die besten Effizienzwerte erreicht – oft 5,0 und mehr. Dafür brauchen Sie zwei Brunnen, einen Förder- und einen Schluckbrunnen, sowie eine wasserrechtliche Erlaubnis der unteren Wasserbehörde.

In der Praxis kommt die Wasser-Wasser-Wärmepumpe deshalb selten zum Einsatz. Entscheidend sind der Stand des Grundwassers, die Güte des Wassers und der Eisengehalt. Weil die Kosten stark vom Brunnenbau abhängen, streuen die Angebote hier breiter als bei allen anderen Typen.

Luft-Luft-Wärmepumpe: Heizen und Kühlen ohne Heizkreis

Sie überträgt die Wärme direkt auf die Raumluft, arbeitet also ohne wassergeführtes Heizsystem. Damit ist sie vor allem für sehr gut gedämmte Neubauten, Passivhäuser und einzelne Räume interessant. Der große Zusatznutzen: Im Sommer kühlt dieselbe Anlage.

Ihre JAZ liegt bei etwa 3,0 bis 4,0. Als alleiniges Heizsystem ist sie nur unter bestimmten Bedingungen förderfähig, weshalb Sie das vor der Planung individuell klären sollten. Für ein durchschnittliches Bestandsgebäude mit Heizkörpern ist sie in der Regel nicht die richtige Wahl.

Wärmepumpen-Typen auf einen Blick

Damit Sie die vier Konzepte klar auseinanderhalten können, haben wir die entscheidenden Kriterien gegenübergestellt.

Merkmal Luft-Wasser Sole-Wasser Wasser-Wasser Luft-Luft
JAZ (typisch) ~ 3,0–4,5 ✓ 4,0–5,5 ✓ ab 5,0 ~ 3,0–4,0
Komplettpreis inkl. Einbau ✓ 27.000–40.000 € ~ 40.000–60.000 € ~ stark schwankend ✓ 5.000–12.000 €
Genehmigung nötig ✓ Nein ✗ Ja ✗ Ja (Wasserrecht) ✓ Nein
Platzbedarf Grundstück ✓ Gering ✗ Hoch ~ Mittel ✓ Gering
Geeignet für Altbau ✓ Ja ~ Bedingt ~ Bedingt ✗ Selten
Kühlfunktion im Sommer ~ Modellabhängig ✓ Ja, passiv möglich ✓ Ja ✓ Ja
KfW-Heizungsförderung ✓ Ja ✓ Ja ✓ Ja ~ Im Einzelfall prüfen
Installationsdauer ✓ 1–2 Tage ~ 1–2 Wochen ~ 1–3 Wochen ✓ 1 Tag

Effizienz richtig einordnen: JAZ, COP und Vorlauftemperatur

Herstellerangaben lassen Wärmepumpen oft besser aussehen, als sie im Alltag arbeiten. Der Grund liegt in zwei verschiedenen Kennzahlen, die gern verwechselt werden.

JAZ ist der ehrlichere Wert als COP

Der COP (Coefficient of Performance) ist ein Laborwert. Er wird unter genormten Bedingungen gemessen, etwa bei 7 Grad Außentemperatur und 35 Grad Vorlauf. Die Jahresarbeitszahl misst dagegen über ein komplettes Jahr, inklusive Frostnächten, Abtauzyklen und Warmwasserbereitung.

Deshalb liegt die JAZ regelmäßig 20 bis 30 Prozent unter dem beworbenen COP. Wenn Sie Angebote vergleichen, achten Sie also darauf, welcher Wert genannt wird. Eine JAZ unter 3,0 gilt als unwirtschaftlich, weil dann zu viel Strom für zu wenig Wärme aufgewendet wird.

Die Vorlauftemperatur ist der wichtigste Hebel

Unterschätzt wird fast immer die Vorlauftemperatur, also die Temperatur des Heizwassers, das zu den Heizflächen läuft. Als Faustregel gilt: Jedes Grad weniger senkt den Stromverbrauch um etwa 2,5 Prozent. Von 55 auf 45 Grad zu kommen bedeutet damit rund ein Viertel weniger Stromkosten – bei identischer Wärmepumpe.

Genau hier entscheidet sich, ob eine Wärmepumpe wirtschaftlich läuft. Eine Fußbodenheizung arbeitet mit 30 bis 35 Grad, klassische Heizkörper brauchen 55 bis 70 Grad. Große Niedertemperatur-Heizkörper schaffen den Betrieb aber häufig bei 45 bis 50 Grad, was den Tausch der Heizflächen oft günstiger macht als eine überdimensionierte Anlage.

Erst rechnen, dann kaufen

Eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 zeigt raumweise, wie viel Leistung Ihr Gebäude tatsächlich braucht und welche Vorlauftemperatur realistisch ist. In unseren Projekten ist das der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird – und am zuverlässigsten vor einer zu groß dimensionierten Anlage schützt.

Was eine Wärmepumpe 2026 wirklich kostet

Die Preise haben sich in den letzten Jahren nach oben bewegt, unter anderem durch gestiegene Kosten für die Montage und höhere Anforderungen an Speicher und Hydraulik. Wer heute noch mit 15.000 Euro für ein Komplettpaket kalkuliert, wird von den Angeboten überrascht.

Anschaffung und Installation

Für ein Luft-Wasser-Komplettpaket inklusive Einbau liegen die Bruttopreise 2026 bei rund 27.000 bis 40.000 Euro, im Durchschnitt bei etwa 32.000 Euro. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 120 bis 150 Quadratmetern bewegt sich das Angebot meist zwischen 27.000 und 35.000 Euro.

Ein Erdwärmepaket mit Bohrung kostet dagegen 40.000 bis 60.000 Euro. Davon entfallen etwa 5.000 bis 19.000 Euro allein auf die Erschließung der Wärmequelle, abhängig davon, ob Flächenkollektoren oder eine Tiefenbohrung ausgeführt werden. Die reine Installation der Anlage schlägt mit 2.000 bis 3.000 Euro zu Buche.

Vorsicht bei Angeboten unter 12.000 Euro

Komplettangebote unter 12.000 Euro inklusive Einbau sollten Sie kritisch prüfen. Erfahrungsgemäß fehlen dort der hydraulische Abgleich, der Pufferspeicher oder die Übernahme des Förderantrags. Was am Anfang günstig aussieht, wird über die Betriebskosten und Nachrüstungen teurer.

Betriebskosten und Amortisation

Bei den laufenden Kosten entscheidet die JAZ. Ein Haus mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und einer JAZ von 3,5 benötigt rund 5.700 Kilowattstunden Strom. Bei einem Wärmepumpentarif von etwa 24 Cent ergibt das ungefähr 1.370 Euro im Jahr. Wie Sie Ihren bisherigen Heizölverbrauch in diese Rechengröße umrechnen, zeigen wir in unserem Beitrag zur Umrechnung von Heizöl in Kilowattstunden.

Deutlich günstiger wird es in Kombination mit einer eigenen Stromerzeugung. Wer die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage koppelt, deckt einen großen Teil des Strombedarfs selbst und holt die Investition schneller zurück.

KfW-Förderung: Was sich am 21. Juli 2026 geändert hat

Die Heizungsförderung läuft über die KfW im Programm 458, nicht über das BAFA. Für Anträge ab dem 21. Juli 2026 gelten neue Konditionen, die im Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen wurden. Wenn Sie älteren Ratgebern folgen, kalkulieren Sie an drei Stellen falsch.

Die Bausteine im Überblick

Baustein Aktueller Satz Bedingung
Grundförderung 30 % Für alle förderfähigen Heizungsanlagen
Klimageschwindigkeitsbonus 16 % Austausch einer alten Öl-, Gas- oder Kohleheizung, befristet bis 31.01.2027
Einkommensbonus gestaffelt bis 40 % Selbstnutzende Eigentümer, nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen
Effizienzbonus (R290) ✗ Entfallen Seit 21.07.2026 nicht mehr Teil der Förderung
Obergrenze gesamt 70 % bzw. 80 % 80 % bei zu versteuerndem Einkommen bis 30.000 €, sonst 70 %
Förderfähige Kosten, 1. Wohneinheit 28.000 € Sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 750 €

In Euro bedeutet das: Beim Fördersatz von 70 Prozent erhalten Sie bis zu 19.600 Euro Zuschuss, bei 80 Prozent bis zu 22.400 Euro. Bei einem Angebot von 32.000 Euro und einem Fördersatz von 70 Prozent bleiben Ihnen damit rund 12.400 Euro Eigenanteil.

Der Klimageschwindigkeitsbonus läuft aus

Diese Änderung hat die größte finanzielle Wirkung, weil sie einen klaren Zeitdruck erzeugt. Der Bonus wurde von 20 auf 16 Prozent gesenkt und sinkt anschließend halbjährlich um 4 Prozentpunkte: auf 12 Prozent ab Februar 2027, auf 8 Prozent ab August 2027, auf 4 Prozent ab Februar 2028 und schließlich auf null ab dem 1. August 2028.

Wer den Heizungstausch ohnehin plant, verliert durch Abwarten also messbar Geld. Die Details zur Staffelung haben wir im Beitrag zum Klimageschwindigkeitsbonus aufgeschlüsselt, den Gesamtrahmen im Überblick zur BEG-Reform 2026.

Was der Wegfall des Effizienzbonus bedeutet

Bis Juli 2026 gab es 5 Prozentpunkte zusätzlich für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie Propan (R290). Dieser Effizienzbonus ist entfallen. Technisch bleibt R290 trotzdem im Vorteil, weil es höhere Vorlauftemperaturen erreicht und von künftigen Beschränkungen der F-Gase-Verordnung nicht betroffen ist. Der Aufpreis rechnet sich jetzt aber über Effizienz und Zukunftssicherheit, nicht mehr über die Förderquote.

Antrag nur über ein zugelassenes Fachunternehmen

Für die KfW-Heizungsförderung brauchen Sie einen Liefer- und Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung, bevor der Antrag gestellt wird. Ohne eingetragenen Fachpartner oder Energieeffizienz-Experten erhalten Sie keine Zusage. Wir übernehmen die Antragstellung vollständig für Sie.

Wärmepumpe im Altbau: Was wirklich möglich ist

Die Sorge, eine Wärmepumpe funktioniere im Altbau nicht, hält sich hartnäckig. Sie stimmt so nicht – entscheidend sind aber drei Voraussetzungen, die wir vorab immer prüfen.

Erstens muss die Heizlast zu den vorhandenen Heizflächen passen. Zweitens sollte die erreichbare Vorlauftemperatur bei maximal 55 Grad liegen, besser darunter. Und drittens braucht die Anlage einen hydraulischen Abgleich, also die Feineinstellung der Heizungsventile, damit jeder Raum genau die berechnete Wassermenge erhält.

Wo diese Punkte erfüllt sind, arbeiten Wärmepumpen auch in Gebäuden aus den 1960er- und 1970er-Jahren zuverlässig. Wo sie nicht erfüllt sind, ist die richtige Antwort nicht der Verzicht, sondern die Reihenfolge: erst Gebäudehülle und Heizflächen, dann die Anlage. Ein individueller Sanierungsfahrplan legt diese Reihenfolge fest und hebt zugleich die Fördersätze für die Einzelmaßnahmen.

In vier Schritten zur passenden Wärmepumpe

  • Wärmebedarf ermitteln: Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 liefert die benötigte Leistung in Kilowatt und die realistische Vorlauftemperatur. Ohne diese Zahlen ist jedes Angebot eine Schätzung.
  • Wärmequelle festlegen: Grundstücksgröße, Bebauungsplan, Wasserschutzgebiet und Nachbarabstände entscheiden, welche der vier Typen überhaupt in Frage kommen.
  • Förderantrag stellen: Der KfW-Antrag muss vor der verbindlichen Beauftragung eingereicht werden. Weil der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt, zählt hier jedes Quartal.
  • Installation und Einregulierung: Nach dem Einbau folgen hydraulischer Abgleich und Optimierung der Heizkurve. Dieser letzte Schritt entscheidet über mehrere Hundert Euro Stromkosten pro Jahr – wie der Ablauf konkret aussieht, zeigen wir unter Wärmepumpe einbauen.

Fazit: Welche Wärmepumpe passt zu Ihnen?

Im Wärmepumpen Vergleich gewinnt selten der effizienteste Typ, sondern der, der zu Ihrem Grundstück und Ihrer Heizfläche passt. Für die meisten Einfamilienhäuser im Bestand ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die wirtschaftlich sinnvollste Wahl, weil sie ohne Genehmigung auskommt und die Mehrkosten der Erdwärme sich über die Betriebskosten häufig nicht amortisieren. Erdwärme lohnt sich vor allem bei hohem Wärmebedarf, genügend Fläche und langer Nutzungsdauer.

Wichtiger als die Typenwahl sind zwei Dinge: eine saubere Heizlastberechnung und eine niedrige Vorlauftemperatur. Und bei der Förderung zählt aktuell das Timing, weil der Klimageschwindigkeitsbonus halbjährlich schrumpft. Wenn Sie wissen möchten, welche Variante für Ihr Gebäude rechnerisch am besten abschneidet, prüfen wir das im Rahmen unserer Energieberatung – bundesweit, mit Sitz in Stuttgart.

Weiterführende Artikel: BEG-Reform 2026, Wärmepumpe einbauen und Heizungsbestand Deutschland 2026.

Häufige Fragen zum Wärmepumpen Vergleich

Welche Wärmepumpe ist die effizienteste?

Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe erreicht die höchsten Jahresarbeitszahlen, oft 5,0 und mehr, weil Grundwasser über das Jahr die konstantesten Temperaturen liefert. Sie ist aber genehmigungspflichtig und nur bei passendem Grundwasserstand und guter Wasserqualität realisierbar. Direkt danach folgt die Sole-Wasser-Wärmepumpe mit 4,0 bis 5,5.

Welche Wärmepumpe eignet sich am besten für den Altbau?

In den meisten Fällen die Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie kommt ohne Bohrung und Genehmigung aus und ist deutlich günstiger als Erdwärme. Voraussetzung ist eine erreichbare Vorlauftemperatur von möglichst unter 55 Grad. Wo klassische Heizkörper das nicht schaffen, hilft häufig der Tausch einzelner Heizflächen gegen Niedertemperatur-Modelle.

Was kostet eine Wärmepumpe 2026 inklusive Einbau?

Ein Luft-Wasser-Komplettpaket liegt bei rund 27.000 bis 40.000 Euro brutto, im Schnitt etwa 32.000 Euro. Für ein Einfamilienhaus mit 120 bis 150 Quadratmetern sind 27.000 bis 35.000 Euro üblich. Erdwärme mit Bohrung kostet 40.000 bis 60.000 Euro. Nach Abzug der KfW-Förderung von bis zu 80 Prozent auf 28.000 Euro förderfähige Kosten bleibt ein deutlich kleinerer Eigenanteil.

Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe 2026?

Die Grundförderung beträgt 30 Prozent. Dazu kommen 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus beim Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung sowie ein gestaffelter Einkommensbonus von bis zu 40 Prozent. Die Gesamtförderung ist auf 70 Prozent begrenzt, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro auf 80 Prozent. Der Antrag läuft über die KfW im Programm 458.

Gibt es noch den Effizienzbonus für Propan-Wärmepumpen?

Nein. Der Effizienzbonus von 5 Prozentpunkten für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie R290 ist seit dem 21. Juli 2026 entfallen. Viele Ratgeber nennen ihn noch. Technisch bleibt R290 vorteilhaft, weil es höhere Vorlauftemperaturen erlaubt und nicht von künftigen Beschränkungen der F-Gase-Verordnung betroffen ist – förderrechtlich bringt es aber keinen Zuschlag mehr.

Was ist der Unterschied zwischen JAZ und COP?

Der COP ist ein Laborwert, gemessen unter genormten Bedingungen wie 7 Grad Außentemperatur und 35 Grad Vorlauf. Die Jahresarbeitszahl misst über ein ganzes Jahr im echten Betrieb, inklusive Frostnächten, Abtauzyklen und Warmwasser. Deshalb liegt die JAZ typischerweise 20 bis 30 Prozent unter dem beworbenen COP. Für Ihre Stromkosten ist ausschließlich die JAZ relevant.

Wie viel Platz braucht eine Erdwärmepumpe?

Bei Flächenkollektoren rechnen Sie mit etwa dem Eineinhalb- bis Zweifachen der zu heizenden Wohnfläche an unbebauter, nicht überbaubarer Gartenfläche. Eine Tiefenbohrung braucht dagegen kaum Fläche, ist aber genehmigungspflichtig und in Wasserschutzgebieten oft ausgeschlossen. Welche Variante an Ihrem Standort zulässig ist, klärt die untere Wasserbehörde.

Lohnt sich eine Wärmepumpe zusammen mit Photovoltaik?

Ja, in den meisten Fällen deutlich. Die Wärmepumpe verbraucht Strom vor allem im Winter, die Photovoltaikanlage liefert im Sommer den Überschuss – in Kombination mit einem Speicher und einer klugen Steuerung steigt der selbst genutzte Anteil trotzdem merkbar. Das senkt die Betriebskosten und verkürzt die Amortisationszeit der Gesamtinvestition.

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